BACKLINE Magazin
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Skitouren-Helme & Brillen · Testmagazin 2021

Techtalk mit Atle Enberget, SWEET PROTECTION

Director Sales & Marketing · Heftseite 93

Wer ist Atle Enberget? Verkaufs- und Marketingdirektor bei Sweet Protection

Atle Enberget ist im BACKLINE Testmagazin 2021 als Director Sales & Marketing von Sweet Protection Gesprächspartner zum Thema Skitourenhelme. Er wuchs im norwegischen Trysil auf und lernte mit zwei Jahren Skifahren. Laut seiner damaligen Biografie verbringt er mittlerweile mehr Zeit auf dem Snowboard.

Im Interview beschreibt Enberget die Entwicklung eines Tourenhelms als Balance zwischen Gewicht, Volumen und Performance. Beim Ascender habe Sweet Protection insbesondere auf Belüftung, Volumen und die Erfüllung der Normen EN 1077, ASTM 2040 und EN 12492 geachtet. Die Kombination aus geringem Gewicht, Schutz, Belüftung beim Aufstieg und Wärme bei der Abfahrt bezeichnet er als nahezu unmögliche Aufgabe.

Den Anteil der Skitourenhelme am Produktportfolio beziffert Enberget zum Interviewzeitpunkt auf unter drei Prozent. Er erwartet Wachstum in diesem Segment und wünscht sich mehr Aufmerksamkeit seitens der Branche, um Innovationen voranzutreiben. Zur Helmpflege empfiehlt er, die modellspezifischen Pflegehinweise zu beachten. Die herausnehmbaren Komfortpolster des Ascender seien waschbar; nach längerem Gebrauch könne ein Austausch sinnvoller sein.

Der perfekte Skitourenhelm würde fast nichts wiegen, den Schutz eines Kletter- und eines Alpinhelms haben, beim Aufstieg ausreichend belüftet sein und bei den Abfahrten warm sein. Ist das möglich oder unrealistisch?

Das ist tatsächlich eine fast unmögliche Aufgabe und eine echte Zwickmühle. Ich bin jedoch der festen Überzeugung, dass wir mit unserem Ascender-Helm dem idealen Tourenhelm sehr nahe gekommen sind. Um den bestmöglichen Tourenhelm zu bauen, muss man die perfekte Balance zwischen Gewicht, Volumen und Performance finden. Die wichtigsten Merkmale, auf die wir uns beim Ascender konzentriert haben, sind Belüftung und Volumen – und natürlich die Erfüllung der Normen EN 1077, ASTM 2040 und EN 12492.

Wie groß ist der Anteil an Skitourenhelmen im Produktportfolio von Sweet Protection und erwartest du hier eine Veränderung?

Der Anteil ist sehr gering, unter 3 Prozent. Ich hoffe wirklich, dass das in Zukunft mehr wird. Zum einen, weil ich persönlich glaube, dass dieses „Segment“ in den nächsten Jahren wachsen wird, und zum anderen, weil ich denke, dass wir ein sehr gutes Produkt haben. Jeder sollte einen zweiten oder dritten Ski-/Snowboardhelm besitzen, und einer davon sollte speziell für das Tourengehen ausgelegt sein.

Welche Innovationen haben dich im Bereich der Skitourenhelme in den letzten Jahren beeindruckt?

Das ist einfach! Völlig objektiv gesehen (lacht) glaube ich, dass wir den besten Tourenhelm auf dem Markt haben.

Welche Innovationen würdest du dir in den nächsten Jahren im Bereich der Skitourenhelme wünschen?

Das ist wiederum eine eher schwierige Frage. Vielleicht ein stärkerer Fokus auf dieses Segment von deutlich mehr Firmen aus unserer Industrie. Ich bin mir sicher, das würde uns allen helfen, mehr innovative Produkte zu sehen und die Entwicklung generell voranzutreiben.

Hast du einen Tipp, wie man einen Helm über längere Zeit hygienisch sauber halten kann?

Das kommt ganz auf den Helm und die Marke an. Ich würde dazu raten, zunächst die Pflegehinweise des jeweiligen Modells zu lesen und zu befolgen. Unser Helm, der Ascender, verwendet leicht herausnehmbare „Komfortpolster“, ähnlich denen, die man in Fahrradhelmen findet. Diese können auch gewaschen werden, aber nach längerem Gebrauch ist es oft besser, sie einfach zu ersetzen.

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