BACKLINE Magazin
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Stocktest: Wie wird getestet?

Fest im Griff! Die Kunst, in der das Fingerspitzengefühl entscheidet. Welcher Tourenstock soll es für den kommenden Winter sein und worauf sollte man bei einem Kauf achten? Die BACKLINE Tester haben im Rahmen des BACKLINE Tests jeweils über fünf Tage insgesamt alle Tourenstöcke ausprobiert und im Hinblick auf viele relevante Merkmale getestet.

Tester

Alle zum BACKLINE Test eingeladenen Tester bringen eine jahrelange und fundierte Erfahrung aus dem Skisport in den Test ein, sei es als Athleten, Ausbilder, Coaches, Berg- oder Skiführer. Alle sind passionierte Skitourengeher und verfügen über ungestillte Neugierde im Hinblick auf Materialentwicklungen und Trends.

Tester, die bei Firmen, die im Test teilnahmen, als Influencer arbeiten und/oder unter Vertrag stehen oder auch nur ihre Ausrüstung kostenlos beziehen, wurden aus den jeweiligen Bewertungen dieser Partnerprodukte ausgenommen, um eventuelle Befangenheit und Verfälschung der Ergebnisse zu vermeiden.

Das BACKLINE Testteam

Die Tester prüften

  • die Verstellbarkeit der Länge und Schlaufen
  • die Funktionalität der Teller
  • die Ergonomie der Griffe
  • den Komfort der Schlaufen
  • die Steifigkeit der Stöcke

Vergleichende Daten

Ergänzend zu den Testergebnissen haben wir vergleichende Daten zusammengestellt – UVP, Stocklängen, Packmaß, Material der Rohre sowie Informationen zu den eingesetzten Systemen für die Verstellbarkeit der Stocklängen und Schlaufen.

Zusätzlich geben wir Auskunft darüber, ob das jeweilige Stockmodell mit einem Sicherheitssystem zum Auslösen der Schlaufe in kritischen Situationen ausgestattet ist. Diese Informationen können bei der Kaufentscheidung hilfreich sein.

Die Gesamtpunktzahl gibt einen Rückschluss auf die Gesamtperformance der Stöcke. UVP und der Koeffizient „Euro/Punkt“ zeigen zudem, wie viel Euro man beim Kauf eines Stockmodells zum offiziellen UVP für einen Punkt im Gesamt-Testergebnis bezahlt.

Fünf Bewertungskategorien mit je maximal 20 Punkten

Gewicht – maximal 20 Punkte (redaktionell ermittelt)

Alle Stöcke wurden inklusive der Teller gewogen. Die Gewichtsangaben beziehen sich jeweils auf einen einzelnen Stock. Die Umrechnung auf eine Skala von 0 bis 20 Punkten erfolgte unter Berücksichtigung der schwersten und leichtesten Stöcke, die wir in den vergangenen sieben Jahren im Test erfasst haben.

Handling Verstellbarkeit Länge & Schlaufe – maximal 20 Punkte (getestet)

Um die Stocklänge zu verstellen, arbeiten alle Hersteller mit einem Klemmsystem. Die Verklemmung funktioniert meist problemlos, eine Nachjustierung der Klemmkraft kann jedoch Werkzeug erfordern. Einige Hersteller setzen dabei einen Schlitz- oder Kreuzschraubendreher voraus, besonders benutzerfreundlich ist hingegen der Drehradmechanismus.

Wir empfehlen einen genauen Blick auf die verfügbaren Längen und Mut zur Wahl einer Variante mit mehr Spielraum nach oben. Müssen auf Flachstücken längere Strecken im Tal zurückgelegt werden – und das kommt oft vor –, weiß man zusätzliche zehn Zentimeter sehr zu schätzen. Die Schlaufen lassen sich meist über Klettverschluss oder Einfädler einfach justieren, einige Hersteller nutzen dafür ein Klemmsystem im Kopf des Skistocks.

Funktionalität der Teller – maximal 20 Punkte (getestet)

Die Industrie hat die Funktionalität von Stocktellern erweitert: Neben Halt im Tiefschnee bieten moderne Teller Zusatzfunktionen wie Schneekratzer, Faltmechanismen der Stöcke oder Kugelgelenke zur Anpassung an die Hangneigung. Auch die Austauschbarkeit der Teller floss in die Bewertung ein.

Griff- & Schlaufenkomfort – maximal 20 Punkte (getestet)

Die Stockschlaufen sind teils gepolstert, teils puristisch und gewichtsoptimiert aus Bandgewebe gefertigt. Einige Hersteller punkten mit Sicherheitssystemen, die eine Auslösung der Stockschlaufe vom Stock bei kritischer Belastung – etwa bei einem Sturz oder einer Verschüttung – ermöglichen.

Eine ergonomische Auflagefläche oben am Griff bieten alle Stöcke, allerdings unterscheiden sich diese in Größe und Form. Einige Auflageformen eignen sich gezielt auch zur Verstellung der Aufstiegshilfen an der Bindung. Bei Länge und Beschaffenheit des Griffs sowie beim hilfreichen Anschlag im unteren Griffbereich zeigen sich ebenfalls Unterschiede. Diese können je nach persönlichen Präferenzen ausgewählt werden.

Steifigkeit – maximal 20 Punkte (getestet)

Die Steifigkeit der Stöcke mag für „Fliegengewichte“ von untergeordneter Relevanz sein. Ab 80 Kilogramm Körpergewicht und besonders bei großen Personen, die Stöcke am oberen Ende der Längenskala nutzen, sollte man bei der Steifigkeit genauer hinschauen.

Beim Material der Rohre setzen die meisten Hersteller auf Carbon und Aluminium – entweder rein oder als Mischform –, einige wenige verwenden Titanal. Carbon punktet mit hervorragender Steifigkeit und niedrigem Gewicht. Aluminium ist hingegen gerade im unteren Drittel der Stöcke im Hinblick auf Berührungen mit scharfen Skikanten eher unempfindlich.

Sternevergabe (redaktionell ermittelt)

Die besten ca. 20 % der Tourenstöcke in der jeweiligen Testkategorie erhielten eine Sterne-Auszeichnung.

Zusätzlich wurde jeweils eine Sterne-Auszeichnung an die Stöcke mit den meisten Gesamtpunkten vergeben. Eine weitere Auszeichnung erhielten die Modelle mit dem besten Euro/Punkt-Verhältnis. Dabei wurden nicht zwingend die günstigsten Modelle ausgezeichnet, sondern vielmehr jene, bei denen neben dem Preis auch die Gesamtperformance überzeugte.